Ziele

Wofür wir stehen

Laizismus

Der Freidenkerbund setzt sich für eine vollständige Trennung von Staat und Religion ein. Dieses Prinzip der Laizität (auch Laizismus genannt) sieht vor, dass der Staat Weltanschauungen und Religionen neutral gegenüber steht.

In Österreich bedeutet das vor allem den Kampf gegen das Dollfuß-Konkordat aus dem Jahr 1933, das mit unwesentlichen Änderungen bis heute existiert und das Verhältnis zwischen der Republik Österreich und dem Vatikan regelt. Daraus ergeben sich umfangreiche Privilegien, die auch für die 14 anderen anerkannten Religionsgemeinschaften gelten. Wir lehnen auch das System der anerkannten Religionsgemeinschaften ab, bevorzugt es doch bestimmte Weltanschauungen gegenüber anderen.

Laizismus-Initiative
Laizität heißt, dass es keine staatlichen Zuwendungen oder Privilegien für Weltanschauungen oder Religionen geben soll. In Österreich sind das etwa der konfessionelle Religionsunterricht, die gesetzlichen Beiträge zu den 15 anerkannten Religionsgemeinschaften oder steuerliche Privilegien für Religionsgemeinschaften. Wir sehen in diesen Privilegien einen Verstoß gegen die Trennung von Staat und Religion.

Nebenbei kosten diese direkten und indirekten Förderungen etwa 1,5 Milliarden Euro im Jahr. Der größte Brocken ist der konfessionelle Religionsunterricht mit etwa 600 Millionen Euro im Jahr. Diese Kosten werden auch von jenen rund 23 Prozent der Bevölkerung getragen, die konfessionslos sind. Das sind fast zwei Millionen Menschen.


Religionsfreiheit ist auch Freiheit von Religion

Der Freidenkerbund bekennt sich zur Religionsfreiheit. Das darf aber nicht nur die Freiheit von Religionsgemeinschaften vor staatlicher Einflussnahme sein, sondern muss auch die Freiheit des Staates vor religiöser Einflussmaßnahme bedeuten. Die ist in Österreich nicht gegeben. Religionsgemeinschaften haben in diversen Belangen Anhörungsrechte, auch in solchen, die ihren Wirkungsbereich nicht unmittelbar berühren. Wie die wieder aktuell gewordene Fristenlösung zeigt, mischen sich Religionsgemeinschaften auch in die Politik ein. Das ist abzulehnen.

Religion muss Privatsache sein. Menschen dürfen nicht nach tatsächlicher oder vermuteter Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft definiert werden, sondern müssen das Recht haben, sich selbst zu definieren.

Der Mensch im Zentrum

Unsere Weltanschauung, der Humanismus, stellt den Menschen ins Zentrum. Er oder sie ist Kern der menschlichen Gemeinschaft, sein oder ihr individuelles Wohlergehen muss Ziel der Politik sein. Ethik ist von Menschen gemacht, um sicherzustellen, dass eine Gesellschaft funktionieren kann. Sie sollte immer den Menschen in den Mittelpunkt stellen.

Unser Ziel ist es nicht, Menschen zum Atheismus oder Agnostizismus zu bekehren. Allerdings sehen wir es als unsere Aufgabe, ein wissenschaftliches Weltbild auf Basis des Materialismus zu vermitteln, d.h. auch den Menschen natur- und geisteswissenschaftliche Erkenntnisse näherzubringen.

Weiterführende Links