2011
Vor 50 Jahren starb Erwin Schrödinger
Eine Gleichung erobert die Welt
Seine entscheidenden Arbeiten machte Erwin Schrödinger in den 1920er Jahren in Zürich. An der dortigen Universität hatte er von 1921 bis 1927 den Lehrstuhl für Theoretische Physik inne. Inspiriert von den Arbeiten des französischen Physikers Louis de Broglie, der mit seiner Dissertation über die Wellennatur des Elektrons zeigte, dass der Welle-Teilchen-Dualismus nicht nur für Photonen gilt, sondern ein Wesensmerkmal aller Materie ist, schuf Schrödinger eine völlig neue Mechanik: die Quantenmechanik, die plötzlich auch die Bewegungsvorgänge innerhalb der Atome erklären konnte.
Das Herzstück seiner Arbeit ist die sogenannte Schrödingergleichung, die heute nicht nur Schrödingers Stele im Arkadenhof der Universität Wien, sondern auch sein Grabkreuz im Tiroler Bergdorf Alpbach ziert. Diese Gleichung ist das Fundament für nahezu alle praktischen Anwendungen der Quantenmechanik, mit ihr gelang und gelingt es, viele Eigenschaften von Atomen, Molekülen und Festkörpern zu erklären.
Der gesamte Artikel erschien auf science.orf.at.
