2011

Kardinäle bestätigen Wunder von Johannes Paul II

JPII

Die Seligsprechung von Papst Johannes Paul II. hat eine weitere Hürde genommen: Nachdem eine päpstliche Kommission aus Ärzten und Theologen die medizinisch unerklärliche Heilung einer Nonne als Wunder anerkannt haben, haben sich jetzt auch die Kardinäle der Glaubenskongregation positiv zum Fall geäußert. Nun wird sich Papst Benedikt. XVI. mit dem Wunder befassen: Der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Angelo Amato, wird nach Angaben italienischer Medien dem Heiligen Vater am Samstag die gesamte Dokumentation vorlegen.

Der Papst wird das Dokument überprüfen und entscheiden, wann das Dekret unterzeichnet werden soll. Die Unterschrift des Papstes ist der letzte Schritt vor der Seligsprechung von Johannes Paul II., die nach Angaben der Mailänder Tageszeitung "Il Giornale" schon im Frühjahr oder im Oktober stattfinden könnte.

Bei dem Wunder geht es um die Heilung der französischen Ordensfrau Marie Simon-Pierre. Sie zeigte Symptome der Parkinson'schen Krankheit, an der auch der Papst litt. Genau zwei Monate nach dem Tod von Johannes Paul II. waren diese Symptome bei der Schwester auf medizinisch unerklärliche Weise verschwunden.

"Santo subito!"

Viele Katholiken hatten bereits 2005 nach dem Tod des polnischen Papstes auf eine schnelle Heiligsprechung gedrängt. Benedikt hatte ihren "Santo subito"-Ruf rasch erhört und nach nur knapp drei Monaten den Seligsprechungsprozess eingeleitet, der nach geltendem Kirchenrecht normalerweise erst fünf Jahre nach dem Tod des Betreffenden beginnen kann.

Quelle: diepresse.com.

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