2011
Deduktion der Moral und Agnostizismus
Moralinsaures
Pädophile und Päderasten in der größten religiösen Institution der Welt werden von ihrer eigenen Obrigkeit gedeckt. Eine "Opferkommission" unter Leitung der erzkatholizistischen Exlandeshauptfrau Klasnic (http://de.wikipedia.org/wiki/Waltraud_Klasnic), die selbst in den Verdacht der Korruption geraten ist, verteilt Schweigegeld unter missbrauchten Personen, damit nur ja nicht an die Öffentlichkeit gelangt, wie es die Mitglieder dieser Organisation wirklich selbst mit der Moral halten. Statt der irreführenden Bezeichnung "Opferkommission" erlaube ich mir, die die Zielsetzung besser treffende Benennung "Schweigekommission" vorzuschlagen.
Doppelmoral
Die Homosexualität (mentale, psychische und physische Liebe zwischen gleichberechtigten gleichgeschlechtlichen PartnerInnen) als Perversion zu verfolgen, als Krankheit zu verunglimpfen und mit Gehirnwäsche "heilen" zu wollen und andererseits Päderastie (Benutzung von unterdrückten und wehrlosen "kleinen" Menschen zur eigenen sexuellen Befriedigung) in den eigenen Reihen zu dulden und vor einer unwilligen Gesellschaft zu decken, ist eine von vielen (allerdings aus meiner Sicht eine besonders unmoralische) Form von Doppelmoral.
Sexualität und Repression
Die Evolution entdeckte vor Milliarden von Jahren die Sexualität als das beste Mittel, die vielfältigen Formen von Leben auf unserem Planeten zu entwickeln, damit zu erzeugen und auch aufrechtzuerhalten. Parallel mit der Entwicklung einer immer komplexeren Gestaltung der Lebewesen und deren Sexualität evolvierte ein Nervensystem, das diese mit immer mehr (Selbst-)Bewusstsein ausstattete.
Die organisierte Degradierung der Sexualität zum Fortpflanzungsschema verbunden mit dem Verbot, "Wollust" beim Geschlechtsakt zu empfinden, verschaffte den Potentaten wirkungsvollere Unterdrückungsmethoden und erweiterte Möglichkeiten, sich selbst die heissersehnte Befriedigung zu verschaffen. Die Keuschheit, die man von den Unterdrückten forderte, wurde keineswegs auf das eigene Selbst angewandt.
Geschichte
Mit virtuellen Göttern, die man als einzige verstanden zu haben behauptet, lassen sich die irrsten Moralschemata begründen. Wenn die Gesellschaft das momentan gültige und wirkende Moralschema nicht hinterfragen darf, kann man zum Beispiel den Unterjochten vormachen, der "einzige" Gott habe ihnen gar verboten, aus diesem Leben zu flüchten und Selbstmord zu begehen. Da es sich dabei um eine Sünde handle, brauche man solche Personen nicht einmal am Friedhof zu Grabe zu tragen.
Sie alle seien mit Erbsünde behaftet, der man nur entfliehen könne, indem man lebenslang den Machthabenden eine brave DienerIn darstelle.
Aus so einem Moralschema lassen sich ungeahnte Repressionsmechanismen ableiten, ja es ist sogar erlaubt, Kinder zu foltern, um bei ihnen Denunziationen ihren eigenen Eltern gegenüber zu erwirken.
Feindbilder
Um die eigene Überlegenheit zu demonstrieren, benötigt das christendümmliche Weltbild Feindbilder. Die Hexen gefährden unsere gesellschaftliche Stabilität, indem sie ein Geheimwissen haben, das uns nicht zugänglich ist. Daraus leitet sich die Berechtigung ab, derartige Personen (Galileo Galilei) mit dem Verbrennen am Scheiterhaufen bei lebendigem Leibe zu bedrohen und sogar solche Vorhaben in die Tat umzusetzen (Giordano Bruno). Wir haben Christus nicht getötet, sondern die Juden waren das. Damit können wir eine jahrhundertelange Judenhatz legitimieren, die bekanntlich erst Hitler zur Perfektion gebracht hat. Derartige Mechanismen hat Sigmund Freud (wie Marx und Einstein auch Jude) in einer Seelenerkundung (Psychoanalyse) aufgeschlüsselt.
Wie wohl es natürlich auch nichtjüdische große Denker gibt, ist es ein Pech unserer Zeit, dass unter "HaZäh" nimmer der große Artmann, sondern der dummdreiste "Freiheitliche" verstanden werden muss:
Das Weiterbetreiben der Judenhatz erscheint heute nicht mehr so günstig. Was bietet sich an? Die Immigranten. Es ist gesellschaftlich legitim, die Immigranten schlecht zu machen, die haben ja eh' keine Medienpräsenz – dort kann man risikofrei hintreten und das verschafft den Zuhörern das Gefühl der Überlegenheit.
Ja! Können wir derartigen Denkschemata eigentlich entrinnen?
Agnostizismus
Agnostizismus heißt nicht, das Katholen- und Evangelengefasel für möglich zu halten. (Das Meer spalten, übers Wasser gehen, Blinde sehend machen, Tote zum Leben erwecken, Wasser in Wein verwandeln, etc.) AgnostikerInnen halten das alles für Quatsch. AgnostikerInnen bekennen sich einfach dazu, dass wir nicht wissen, was vor dem Urknall war. Soweit wir das wissen, gab es ja vor dem Urknall keine Zeit. Unglücklicherweise verliert sich die Definition von Zeit an einem Punkt, wo es keine Zeit gegeben haben kann, weil wir schlicht und einfach eine Entropie verbrauchen, von der wir nicht wissen, woher sie kommt.
Personen und Systeme
Es gilt nicht, Andere schlecht zu machen, um daraus eigenes Kapital zu schlagen – es geht vielmehr darum, die uns selbst anvertrauten Personen zu schützen. Wie wir inzwischen wissen, müssen wir unsere Zukunft – die jetzt heranwachsenden jungen Menschen – nicht nur davor beschützen, dass falsche heilige Geister in deren Ganglien sudeln, nein: wir müssen sie sogar schützen vor körperlichem Missbrauch derer, die ihre eigenen moralischen Regeln nur den Andern predigen, aber keineswegs gewillt sind, diese auf sich selbst anzuwenden.
Moral
Moral ist nicht jenes, was wir verkünden – Moral ist das, was wir leben.
Die Ableitung der Moral aus etwas nicht Erkennbaren erlaubt die Legitimation beliebiger noch so unmenschlicher Vorgangsweisen, da ja diesem nicht Erkennbaren (GÖttIn und/oder SatanIn) jedwede den Menschen gegenüber zu erteilende Anweisung unterstellt werden kann und ist daher nicht brauchbar.
Eine konsistente und deduzierbare Moral lässt sich am besten verstehen und ableiten aus einem Grundverständnis natürlicher und menschlicher Existenz (Buddhismus, Humanismus, Marxismus, Freidenkerei und ökologisches Denken).
Ich zum Beispiel betrachte es als meine moralische Pflicht, das Anti-Kirchenprivilegien-Volksbegehren unterschrieben zu haben.
© by Richard Kofler, September 2011
Originalbild: http://www.kirchen-privilegien.at/presse/download/Schild_1.pdf
