2011

Dänemarks Ministerpräsidentin fordert Islamisten auf, das Land zu verlassen

k.A.

„Wenn man Scharia-Zonen in Dänemark einführen will, dann wäre es vielleicht einfacher und besser für alle Beteiligten, wenn diese dann in ein Land gehen, dass bereits eine einzig große Scharia-Zone ist“.

Für die Salafisten und andere Gruppen mit gemeindschaftsgefährdenden Charakter ist die Nachricht der neuen Regierung eindeutig: „Ihr zerstört die vielen jungen Menschen, die ein Teil der dänischen Gemeinschaft sein wollen“.

Die Ministerpräsidentin unterstrich damit die gestrige Kritik des Aussenministers Villy Sövndal und der Sozial- und Integrationsministerin Karen Haekkerup an diesen religiösen Gruppen, die laut eines Berichts des Integrationsministeriums zu einem wachsenden Problem in Dänemark werden.

Sie forderte eine Rückkehr zu mehr Offenheit und Toleranz, was bedeutet, dass sie die restriktive Einwanderungspolitik der Vorgängerregierung nicht fortführen möchte :

„Die große Mehrheit der Einwanderer in Dänemark, wollen dass ihre Kinder ein Teil des neuen Heimatlandes werden, ohne dabei ihre Wurzeln zu vergessen. Die große Mehrheit der Einwanderer in Dänemark wollen eine Arbeit finden und versuchen ihre eigene Familie zu versorgen. Die neue Regierung ist auch eine Regierung für sie“:


Es bleibt abzuwarten, wie sie diesen Spagat hinbekommen wird – daß sie aber mit ihrer Aussage zu fundamentalistischen Muslimen die Toleranzgrenze der nordischen Staaten anspricht, die ja vorbildhaft sind im Bezug auf sozialen Frieden, ist ein Funken Hoffnung, dass sich auch im Rest Europas mehr Einsicht in die Realität der demokratiegefährdenden Forderung nach Sonderrechten islamischer Sektierer einfindet, sodass die Politik eindeutige Worte findet, die über die billige Polemik rechter Sektierer hinausgeht!

© Edith Bettinger, November 2011 Freidenker-Online-Redaktion


Originalbericht : http://jp.dk/indland/indland_politik/article2598530.ece

Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Copenhagen_0859.JPG?uselang=de
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