2011

"Wir sind Kirche" unterstützt Volksbegehren nicht

Hans Peter Hurka

Hans Peter Hurka, Vorsitzender von "Wir sind Kirche", betonte, dass man seinerzeit andere Ziele, etwa mehr Mitspracherecht, verfolgt habe. Allerdings müsse man sich die einzelnen Kritikpunkte noch "genauer anschauen", so Hurka.

Hurka relativierte auch einige Aussagen des aktuellen Volksbegehrens zu angeblichen Privilegien. So würden die staatlichen Zuschüsse zur Renovierung kirchlicher Gebäude - "eine sehr kostenintensive Angelegenheit" - gerade einmal einen Bruchteil der Gesamtkosten ausmachen. Leistungen etwa im Bereich der Krankenpflege würden der Allgemeinheit zugutekommen, der Religionsunterricht wiederum auch moralische Werte vermitteln.

Dass einiges in der römisch-katholischen Kirche "verbesserungsfähig" sei, bestreitet auch Hurka nicht. So wünscht er sich ein "höheres Maß Transparenz in der Finanzgebarung" sowie mehr Mitbestimmung der Gläubigen bei der Verwendung der Finanzmittel. Als Vorbild nennt er dabei die Schweiz, wo die Aufteilung der Kirchenbeiträge synodal beschlossen werde.

Quelle: kleinezeitung.at.

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