2011

Deutschland: Terrorgefahr wegen Islamistensatire?

Krähe

Hamburg - "Four Lions" ist der erste Film, der islamistische Selbstmordattentäter zu Helden einer Satire macht. So sprengen britische Dschihadisten statt ungläubiger Feinde wahlweise Schafe, die eigenen Leute oder unschuldige Mikrowellen in die Luft. Das ist alles sehr witzig und ebenso provokativ.

Der Streifen des britischen Regisseurs Christopher Morris lief schon auf diversen Filmfestivals mit großem Erfolg. Nur mit der Vermarktung in Deutschland hakte es bisher: Es fand sich kein Vertrieb.

Im Stil einer Dokumentation werden fünf junge Muslime im englischen Sheffield gezeigt, die in den "Heiligen Krieg" ziehen wollen. Radikalisiert durch die Bekennervideos diverser Selbstmordattentäter, aber handwerklich noch weit entfernt von ihren Vorbildern.

"Auf mein Kommando fliegst du zum Ziel", beschwört in einer Szene Dschihadist Faisal eine Krähe. Um den Hals trägt der Vogel eine kleine Bombe. "Wenn ich hier drücke, kommst du in den Himmel, Bruder Krähe", beschwört der Mann das Tier. Dann will er in Deckung gehen. Dummerweise kommt er an den Auslöser. Kawumm. Die Federn fliegen. Das Vieh ist hin. Allah ist groß. Nicht das letzte Opfer in dem Film.

Der gesamte Artikel samt Filmausschnitten findet sich auf spiegel.de.

« zurück