2011
"Österreichs Wissenschaftler sind zu ruhig"
Er redete mit den Gänsen, Hunden und Wölfen: Der österreichische Verhaltensbiologe Kurt Kotrschal ist der Wissenschaftler des Jahres 2010. science.ORF.at sprach mit ihm über medialen Chauvinismus, die Verniedlichung von Tieren und das "philosophische Modul" des Menschen.
science.ORF.at: Der Klub der Wissenschafts- und Bildungsjournalisten hat Sie zum Wissenschaftler des Jahres ernannt. Was war Ihrer Ansicht nach der Grund?
Kurt Kotrschal: Ich nehme an, aufgrund meiner Medienpräsenz. Ich bemühe mich seit 20 Jahren, die Öffentlichkeit über unsere Arbeit zu informieren, die ja hauptsächlich aus öffentlichen Geldern bestritten wird. Dem muss zwar eine gewisse Qualität der wissenschaftlichen Arbeit gegenüberstehen. Aber es ist klar, dass die weniger bewertet wurde. Denn der einzige Maßstab für wissenschaftliche Qualität sind die Fachkollegen und nicht die Wissenschaftsjournalisten.
Mehr auf science.orf.at.
