2010

Tyrannie des Schweigens

Flemming Rose

Fünf Jahre nach dem Abdruck von zwölf weltweit umstrittenen Mohammed-Karikaturen in Dänemarks größter Zeitung „Jyllands-Posten“ plant der Initiator eine Neuauflage in Buchform. Flemming Rose, Feuilletonchef des rechtsliberalen Blattes, publiziert Ende September alle zwölf Zeichnungen erneut als Teil seines Buches „Tyrannie des Schweigens“.

Darin wolle er die Karikaturen in einen „Zusammenhang mit der verletzenden Wirkung von Bildern generell bringen und versuchen zu verstehen, warum die Karikaturen eine ganze Welt zum Amoklauf bringen konnte“, hieß es im Konkurrenzblatt „Politiken“. Roses Buch soll am 30. September erscheinen.

Im Jänner 2010 erschien ein lesenswertes Interview mit Flemming Rose in zenith online: http://www.zenithonline.de/kultur/interview/?article=648&cHash=0187892954

Zitat: "Wo ist die Grenze, an die man im Sinne der freien Meinungsäußerung gehen darf, und gleichzeitig noch in einer Art Verantwortung steht, andere nicht zu verletzen?

Meine Meinung ist, dass es unmöglich ist, in einer globalisierten Welt zu leben und nicht von Zeit zu Zeit verletzt zu werden. Ich kenne nicht die Tabus und Reizschwellen jeder Gruppe oder jedes Individuums in meiner Gesellschaft. Wenn man aber mit dem Anspruch, nicht zu beleidigen, konsequent bleiben möchte, dann muss man das jedem Individuum gegenüber tun – nicht nur denjenigen, die am Lautesten schreien. Das ist aber unmöglich. Daher müssen wir akzeptieren, dass es das Recht, nicht beleidigt zu werden, nicht gibt. Die Grenze, an die man dabei gehen kann, muss von jedem einzelnen Redakteur individuell festgelegt werden." 

Weitere Informationen zu den Karikaturen auf Wikipedia: Das Gesicht Mohammeds

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