2010

Papst vergleicht säkulare Bewegung mit Nazi-Tyrannei

Papst B16

Eine drastische Warnung vor nichtreligiösen Gesellschaften hat Papst Joseph Ratzinger kurz nach dem Beginn seines Staatsbesuchs in England formuliert. In einer Rede stellte er atheistische und säkulare Bewegungen in eine Reihe mit der Nazi-Tyrannei. Man dürfe niemals vergessen wie der Ausschluss eines Gottes, der Religion und keuscher Tugendhaftigkeit von der Öffentlichkeit unweigerlich zu einem verstümmelten Menschenbild führe, meinte Joseph Ratzinger. Die British Humanist Assocation spricht von einer üblen Verunglimpfung.

In seiner Rede vor der britischen Königin auf dem Sitz des Königshauses in Holyrood (Edinburgh) warnte der katholische Kirchenführer vor “aggressiven Formen des Säkularismus und atheistischem Extremismus”. Zum Abschluss seiner Ausführungen über die Zeit des Nationalsozialismus forderte Ratzinger die britische Staatsführung dazu auf, über die “ernüchternde Lektion” des atheistischen Extremismus im 20. Jahrhundert nachzudenken. Es dürfe nicht vergessen werden, wie der Ausschluss seines Gottes, der Religion und der keuschen Tugend aus der Öffentlichkeit unweigerlich zu einem verstümmelten Menschenbild führe, meinte Ratzinger rund zwei Stunden nach dem Eintreffen im Vereinigten Königreich.

Ratzinger sagte auch, noch zu den Lebzeiten könne man sich an den Widerstand Britanniens und ihrer Führer gegen die Nazi-Tyrannei erinnern, welche “Gott aus der Gesellschaft auslöschen” wollte und die gemeinsame Menschlichkeit mit vielen anderen, besonders den Juden, ablehnte. Anlässlich des Papstbesuchs in England haben säkulare und humanistische Organisationen zu Protesten und Demonstrationen gegen die Politik des Vatikan aufgerufen. Sie forderten, Jospeh Ratzinger müsse sich der Verantwortung für die menschenunwürdige Politik der katholischen Kirche stellen. Die Proteste der Papstkritiker umfassen zahlreiche Punkte, in denen die konservativen Positionen des Vatikan angegriffen werden.

Unbestreitbar ist dabei die Tatsache, dass die Diktatur des Nationalsozialismus tatsächlich teilweise antikirchlich eingestellt war. Aber weder die Herrschaft der Nazis noch der ebenso gern im Kontext von atheistischen und säkularen Bewegungen genannten kommunistischen Diktaturen waren säkular oder gar nichtreligiös. Weder werden die atheistischen Elemente der Nazi-Ideologie heute als maßgeblich für die Schreckensherrschaft betrachtet, noch lag den entsprechenden Gesellschaften und ihren Ideen eine nichtreligiöse Philosophie zugrunde. Joseph Ratzinger müsste es besser wissen.

Dementsprechend erhob sich auch umgehend scharfer Widerspruch von den humanistischen und säkularen Organisationen im Vereinigten Königreich. “Der Hinweis, dass es der Atheismus der Nazis gewesen sei, welcher zu ihren extremistischen und hasserfüllten Überzeugungen führte oder dass es irgendwie Intoleranz im heutigen Großbritannien nähre, ist eine üble Verunglimpfung derjenigen die nicht an einen Gott glauben”, nahm die British Humanist Association Stellung zu den Äußerungen des Papstes. Die Argumentation des Papstes sei “surreal”, stellte die BHA fest.

Quelle: http://www.wissenrockt.de/2010/09/16/papst-vergleicht-sakulare-bewegung-mit-nazi-zeit/

Weitere Informationen zur Zusammenarbeit der Katholischen Kirche und Nationalsozialisten:

Satire: QUEEN TO HAVE LUNCH WITH INSANE CRIMINAL

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