2010
Letzte Bekenntnisse eines heiligen Ketzers
Diese Lektüre kann bei religiösen Fundamentalisten zu schweren psychischen Störungen führen, bis hin zu bleibenden Bewusstseinsveränderungen und dem Verlust des Selbstwertgefühls.
Sie kann auch im Falle neurotischer Verlustängste tödlich verlaufen oder im Suizid enden – denn es droht die Erkenntnis: Das Universum ist gottfrei! Der Sinn des Lebens liegt nur in ihm selbst!
In diesen Aufzeichnungen eines Überlebenden geht es um die Abrechnung eines Todkranken mit dem Leben, mit sich selbst, seinen Weggefährten; insbesondere mit Gott und dem Tod.
Es ist ein Plädoyer für Humanität, Aufklärung und Meinungsfreiheit; eine Streitschrift gegen Fundamentalismus und die Schrecken religiöser und politischer Dogmen.
In diesem Tagebuch einer Reise in die Mönchsrepublik Athos, die gleichermaßen eine Pilgerreise nach innen ist, gelingt es dem Gottlosen selbstironisch, nachdenklich und mit beißendem Spott über seine Erlebnisse zu erzählen, mit denen er in der fremden Welt der Mönche auf Athos konfrontiert wird.
Doch abrupte Wechsel in der literarischen Form sorgen dafür, dass sich keine allzu große Schwermut beim Leser breit macht, trotz des tragischen Stoffes.
Zu schnell verändern sich die Perspektiven bis hin zu satirischen Zwischenspielen. Erst die Fähigkeit des Erzählers, Reiseeindrücke, Poesie, Reflexion, Satirisches und Fiktionales miteinander zu verbinden, lässt dieses Buch zu einem außergewöhnlichen literarischen Ereignis werden.
Adam Hieronymos,
Letzte Bekenntnisse eines heiligen Ketzers
Quelle: wissenrockt.de
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