2010

Islamischer Missionsfeldzug im Züricher Kongresshaus

Islam-Demo (Evolution)

Strenggläubige Christen, für die die Evolutionstheorie von Charles Darwin Teufelswerk ist, erhalten von unerwarteter Seite Unterstützung. Viele Plakate in und um Zürich laden für den 28. Mai zu einer Grossveranstaltung ins Kongresshaus. Organisiert wird die Propagandaoffensive von einer weltweit tätigen islamischen Bewegung um Adnan Oktar alias Harun Yahya. Der türkische Autor hat Millionen von Büchern verkauft und führt einen missionarischen Feldzug für Allah und gegen die Evolutionstheorie. Um sich bei den Christen einzuschmeicheln, propagiert Harun Yahya gar die Wiederkunft von Jesus (www.jesuskommtzurueck.com). Der Missionar erklärt, Muslime und Christen würden sich unter den «wahren moralischen Werten der Religion versammeln».
Hinter der Charmeoffensive steckt der abgrundtiefe Hass von Yahya und seinen muslimischen Fundamentalisten auf die Lehre von Darwin. Diese besagt, dass sich die Lebewesen durch genetische Veränderungen über Jahrmillionen entwickelt haben. Somit widerlegt die Evolutionstheorie die Schöpfungslehre, wie sie Bibel und Koran postulieren. Überhaupt ist für ihn die Evolutionslehre schuld an allen Terrorakten – selbst jenen aus dem islamischen Umfeld. Denn Terroristen sind für ihn keine Gläubige, auch wenn sie im Namen Allahs morden. Bin Laden schiebt er ins Lager der Atheisten ab.
Für radikale Muslime und Christen steht viel auf dem Spiel. Falls der Darwinismus die Entstehung der Lebewesen richtig darstellt, fällt der Schöpfungsglaube in sich zusammen. Denn sowohl in der Bibel als auch im Koran hat Gott die Welt in sechs Tagen erschaffen (tagesanzeiger).
Kommentar des Freidenkers: Da sieht man wieder. So groß die theologischen Unterschiede in den Religionen auch sein mögen, in puncto Weltfremdheit ziehen sie am selben Strang. Die offensichtliche Einfalt dieser Menschen stellt allerdings das allgemeine Verständnis des Selektionsprinzipes erheblich in Frage.
 

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