2010
Die misslungene Mission
Die Erzdiözese Wien hatte ursprünglich die Woche 24. bis 30. Mai unter dem Titel 'Apostelgeschichte' zur Missionswoche erklärt.
Das Ziel war es, durch verschiedene PR-Aktionen und persönliche Kontakte die Lehre des Evangeliums zu verbreiten und die Menschen damit zu missionieren.
Der Freidenkerbund hatte bereits mit Spannung die diesbezüglichen Aktionen verfolgt, da die von Katholiken verbreitete Interpretation der 'Heiligen Schrift' nach einer Aufklärung der irregeführten Menschheit verlangt.
Wie sich nun herausstellte, war die Kirche offenbar nicht in der Lage, in die Fußstapfen der Apostel zu treten, und somit gab es so gut wie keine Missionierungsaktivitäten. Der Unterschied zu den zwölf ersten Missionaren liegt auf der Hand, denn höchstwahrscheinlich gab es unter diesen - in der Regel verheirateten - Männern auch noch keine Kinderschänder. Und selbst wenn: Die freie Presse war damals noch nicht erfunden.
Aus freidenkerischer Sicht ist die Absage der Missionswoche in jedem Fall bedauerlich. Es wäre ein guter Anlass gewesen um mit gezielten Gegenaktionen die denkende Menschheit über die Existenz des Freidenkerbundes zu informieren.
Wir wollen unser Statement mit einem Vorschlag an die Katholische Kirche beenden: Da der Titel 'Apostelgeschichte' offenbar unpassend ist, wie wäre es stattdessen mit dem Motto „Ihr Kinderlein kommet“?
