2009

Kreuz-Diskussion wird differenzierter

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte

Nicht ganz Österreich ist "entrüstet", "empör" oder sieht sich akut in seiner "Kultur" bedroht, wenn der EGMR urteilt, dass Kreuze in Schulklassen menschenrechtswidrig sind. Das sollte mittlerweile klar geworden sein. Die atheistischen Organisationen Österreichs, damit auch der Freidenkerbund, haben in den vergangenen Tagen in harter Arbeit gezeigt, dass es auch Menschen in diesem Land gibt, die nachdenken und Behauptungen infrage stellen.

Am öffentlichkeitswirksamsten war vermutlich ein Streitgespräch, zu dem "Kurier" Seniorenbund-Obmann Andreas Khol und freidenkerIn-Chefredakteur Christoph Baumgarten geladen hatte. Am Samstag erschien der leicht gekürzte Gastkommentar von Christoph im "Standard". Der in der Printausgabe leider falsch geschriebene Name wurde in der Online-Version ausgebessert.

Auch Niko Alm, der Initiator von laizismus.at wurde um eine Stellungnahme gebeten - für einen Fernsehbeitrag von ATV. Philipp Dunkel von AG-ATHE nahm unseren Standpunkt in "NÖ heute" ein. Wenn der Beitrag auch insgesamt tendenziös ist, zeigt er: Auch in den Bastionen des konservativen Journalismus ignoriert man uns nicht mehr.

Und hier ist der Mitschnitt der Puls4-Diskussionssendung Talk of Town, an der Christoph Baumgarten teilgenommen hat.

Die Idee einer laizistischen Republik unterstützt auch profil-Redakteur Georg Hoffmann-Ostenhoff in einem Kommentar in der neuen Ausgabe der Zeitschrift.

Es sind vielleicht nur kleine Erfolge. Noch stehen wir einer Mehrheit gegenüber, die die Sache anders sieht. Aber wir werden wieder gehört. Wir sind wieder da!

« zurück